BIOHOF LAAS
Emanuel Schmid - Schweiz

Über uns
Auf den Weiden vom Laas grast eine Herde von gut 20 Milchkühen. Sorla ist die Älteste im Stall, eine schöne und zudem gute Milchkuh. Am 14. Juni 2008 hat sie ihr 10. Kalb geboren, ein Stierkalb namens Hakan.
Wer genau hinschaut, sieht unter den rotbunten Kühen einige braune. Das sind die Braunvieh-Kühe, die wir aus Heimweh nach Graubünden gekauft oder auch anderweitig bekommen haben. Zum Beispiel Julia. Sie und ihre Tochter Distel sind wertvolle Milchkühe. Schließlich wollte sich der Braunvieh-Zuchtverband im besten Licht darstellen, als er das Kalb Julia als Wettbewerbsgewinn zur Verfügung stellte. Oder Ronia, die Emanuel auf dem 30. Geburtstag geschenkt bekam. Auch sie hat inzwischen Nachkommen: Drottning und Efeu.
Im Sommer genießen alle Tiere täglichen Weidegang. Im Winter leben sie im Laufstall mit angrenzendem Laufhof. So können sie nach Belieben im schützenden Stall liegen oder draußen Sonne und frische Luft genießen. Das hält bekanntlich gesund! Neben den Kühen gehören auch Pferde zum Laas. Die Freibergerpferde werden für landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt, zum Kutsche fahren und zum Reiten.
Natürlich tummeln sich auch Katzen auf dem Hof und machen den Mäusen das Leben schwer. Tiara ist die Prinzessin unter ihnen. Immer bereit, sich streicheln und verwöhnen zu lassen. Sie liebt es, dass oft Gäste zu uns kommen. Tosca, unsere Hovawart-Hündin bewacht den Hof, wie es ihr Name sagt. Sie meldet durch ihr Bellen die Ankunft von Gästen. Damit sieht sie ihre Pflicht erfüllt und wedelt die Gäste freundlich an.
Im großen, etwa 100jährigen Haus wohnen wir, Ursina Zwicky Schmid, Emanuel Schmid, unsere Kinder Gian Luca, Anna Madleina, Flurina Seraina, sowie ein Lehrling, eine Praktikantin oder ein Zivildienstler. Gemeinsam bewirtschaften wir unseren Bio-Hof.



Arbeitspferde
Ob im Ackerbau, bei der Grünlandbewirtschaftung oder im Wald, wir versuchen unsere Pferde wo immer möglich einzusetzen. Pferde arbeiten bodenschonend und umweltfreundlich. Mit einem modernen Mistzetter für Pferde der Amischen aus den USA führen unsere Pferde im Herbst den Mist aufs Feld. Beinahe alle Matten werden nach der Schneeschmelze mit den Pferden geeggt. Durch Zufall konnten wir einen fast neuen Kreiselheuer und -Schwader mit Aufbaumotor für Pferdezug kaufen, so dass die Pferde auch bei der Heuernte eingesetzt werden. Im Winter schleifen die Pferde unser Brennholz aus dem Wald.
Seit dem Stallneubau leben unsere Pferde in einem tiergerechten Stall mit Fressständen, eingestreuter Liegefläche und dauernd zugänglichem Laufhof. Nachts verbringen sie im Sommerhalbjahr auf der Weide.
Colline ist unsere Freiberger-Zuchtstute und das beste Arbeitspferd. Wir schätzen ihren liebenswürdigen Charakter und ihren Arbeitseifer. Gian Luca hat Colline als sein Pferd auserkoren.
Die dreijährige Alt-Oldenburgerstute Biala lernt zur Zeit den Ernst des Lebens kennen. Sie kam im Herbst 07 völlig roh aus dem Norden Deutschlands zu uns. Wir sind gespannt wie sich Biala entwickelt. Lord ist vier Jahre alt und ebenfalls ein Ostfriese/Alt-Oldenburger. Er ist ein Goldschatz von einem Pferd und behält in allen Situationen stets die Ruhe. Lord lässt sich gerne von Kindern putzen und streicheln. Mit Biala soll er in Zukunft für alle landwirtschaftliche Arbeiten als auch als Kutschengespann eingesetzt werden.
Stormur ist der nordische Exot unter unseren Pferden. Der großgewachsene Isländer ist Ursinas Reitpferd. Sein sicherer Tölt ist ein besonderer Genuss.




Mit Pferden arbeiten
Es freut mich sehr, dass es Leute gibt, die auch noch mit Pferden arbeiten. Ich denke aber, daß die Dieselpreise keinen großen Einfluss darauf haben, ob noch mit Pferden gearbeitet wird oder nicht. Ich denke, dass das Hauptkriterium für ja oder nein die Freude an den Pferden ist. Wichtig ist natürlich auch, dass man gut eingerichtet ist. Wir haben unseren Betrieb so eingerichtet, dass die alltäglichen Arbeiten rationell erledigt werden können. Gemolken werden die Kühe in einem Melkstand, beim Entmisten hilft uns ein automatischer Mistschieber, das Futter kann mit dem Hallenkran entnommen werden. So bleibt uns mehr Zeit, um die Pferde einzusetzen. Glücklicherweise liegt sämtliches Land direkt vor der Stalltüre, längere Fahrten auf die Felder entfallen somit. Die Pferde leben in einem Gruppenstall mit Fress-Ständen und dauernd zugänglichem Auslauf. Die Geschirre hängen griffbereit, jedes Pferd hat sein eigenes Geschirr, Zaum usw. Je mehr die Pferde gebraucht werden, desto besser "gehen" sie und desto einfacher ist es für uns. Es wäre auf unserem Betrieb unmöglich, alle Arbeiten mit den Pferden zu erledigen. Es hat sich im Laufe der Zeit eine Arbeitsteilung zwischen Pferden und Traktor eingependelt. Eindeutig bin ich am Abend glücklicher, wenn ich eine Hektare Getreide mit dem Pferd gesät habe, als einen Tag lang Jauche mit Traktor und Druckfass ausgebracht habe.
Gruß E. Schmid






Weitere Informationen findest du auf der Homepage:
Kontakt:
Familie Ursina Zwicky-Schmid & Emanuel Schmid
2608 Prés de Cortébert
Tel.: 032 489 15 44
email info@laas.ch



